Begleithundeprüfung (BHP)

Beginn des Lehrgangs: 08.08.2020 10:00 Uhr
Prüfungstermin: 25.10.2020 09:00 Uhr

Die Begleithundeprüfung (BHP) ist eine reine Gehorsamsprüfung. Sie zählt nicht zu den Jagdgebrauchsprüfungen, ist jedoch auch für den jagdlich geführten Teckel eine geeignete Grundlage für Jagdgebrauchsprüfungen.

Ziel der Prüfung ist der gehorsame, führige Teckel, der sich sowohl anderen Hunden gegenüber als auch in Menschenansammlungen zu benehmen weiß.

Die Begleithundeprüfung besteht aus 3 Teilprüfungen:

BHP-1 Gehorsam
BHP-2 Führersuche und Warten
BHP-3 Wasserfreude,
die einzeln oder in ihrer Gesamtheit (BHP-G) abgelegt werden können.

Wie oft?
15 Übungsabenden

Wo?
BHP-Gelände des Sportclubs Bischhausen in der Samtgemeinde Gleichen

Was wird gelernt?

  • Leinenführigkeit
  • Gehorsam
  • Folgsamkeit
  • Ablegen der Hunde
  • Verhalten gegenüber Menschen
  • Hunde im Straßenverkehr und bei ungewöhnlichen, lauten Geräuschen
  • Warten vorm Gebäude und die Wasserfreude

Wir erziehen unsere Hunde stets liebevoll, aber konsequent – es erfolgt keine Hundeabrichtung!

Kursziel
Das Kursziel ist die abschließende Begleithundeprüfung (BHP).
Zusammen werden wird versuchen, dieses Ziel zu erreichen.
Vor der Prüfung müssen Sie keine Angst haben, denn entscheidend für den Erfolg ist, dass Sie am besten täglich kleine Übungseinheiten z. B. im Rahmen des Spaziergangs einlegen.

Durch routiniertes und regelmäßiges Wiederholen der Übungen lernt und festigt ihr Hund die Anforderungen zeitnah. Es reicht also keinesfalls aus, mit Ihrem Gefährten nur während der Kurseinheiten zu üben.

Bedenken Sie immer, nur durch Beschäftigung und viel gemeinsam verbrachte Zeit wächst das Band zwischen Hundeführer und Hund zu einer lebenslangen, zufriedenen und glücklichen Freundschaft zusammen.

Nicht zu vergessen – ganz nebenbei lernen Sie nette neue Menschen kennen, welche das gleiche Hobby und ähnliche Interessen wie Sie besitzen.

Wir als Kursleiter bzw. als Verein können Ihren Hund nicht ausbilden, wir können Sie nur anleiten, wie Sie Ihren Hund ausbilden können.

Anforderungen an den Hundeführer
Der Hundeführer muss gewillt sein, mit seinem Hund ernsthaft arbeiten zu wollen.
Als tägliches Minimum werden 2x 10 Übungsminuten angesehen.
Den Kurs nur unregelmäßig zu besuchen, ist nicht zielführend und zeigt Ihrem Hund Ihre Inkonsequenz.
Der Begleithundekurs ist nicht als Familienveranstaltung anzusehen.
Es muss klar definiert sein, wer in der Familie den Hund führt und zur Begleithundeprüfung begleitet.
Ständig wechselnde Hundeführer bringen keinen Erfolg!
Als Zaungäste sind Angehörige und Freunde herzlich willkommen.
Um die Motivation innerhalb der Kurseinheiten zu erhöhen, füttern Sie Ihren Hund vor dem Kurs nicht –
„ein voller Bauch studiert nicht gern“…
Gehen Sie vor dem Kurs mit Ihrem Hund spazieren, damit der Hund bewegt ist und sich lösen kann.

Tipps für Ihre täglichen Übungseinheiten zuhause:
Nutzen Sie jeden Spaziergang zum Üben der Kursinhalte.
Bäume, Schilderpfosten oder auch Laternen eignen sich hervorragend zum Üben
z. B. der Leinenführigkeit bzw. auch das Ablegen der Hunde.
Üben Sie entfernt vom Straßenverkehr die Gehorsamkeit ohne Leine, das „Voranschicken“ und „hereinrufen“.
Zu Beginn können Sie dies auch an einer sehr langen Feldleine trainieren um die nötige Sicherheit zu gewährleisten und um das Vertrauen aufzubauen.

Kursregeln
Sollte es zwischen den Hunden eine Rauferei geben, so greifen Sie niemals mit der Hand ein.
Es könnte sein, dass Sie sogar von Ihrem eigenen Hund gebissen werden.
Legen Sie Ihren Schuh unter den Bauch des Hundes und heben ihn zügig weg.
Auf dem Platz sollten Sie natürlich geschlossene Schuhe tragen.
Den Anweisungen der Ausbilder ist unbedingt Folge zu leisten!
Es ist unumgänglich an den Tagen zwischen den Übungsstunden die Lektionen zu vertiefen.
Loben, loben und loben Sie Ihren Hund, wenn er eine Übung richtig gemacht hat.
Wiederholen Sie eine misslungene Übung so lange, bis sie richtig vom Hund durchgeführt wurde.
Ansonsten bringen Sie Ihrem Hund bei, dass die Aufgaben nicht unbedingt gemacht werden müssen.
Enden Sie immer bei den Übungen mit einer Aufgabe, die der Hund bereits gut kann, dass verstärkt den Lerneffekt und die Motivation.

Hunde-Haftpflichtversicherung:
Eine Hunde-Haftpflichtversicherung ist unbedingt für jeden Hundehalter erforderlich.
Ihr Hund kann durch Fehlverhalten oder nur durch dummen Zufall enormen Schaden verursachen.
Sichern Sie sich gegen dieses Kostenrisiko ab!
Eine Hunde-Haftpflichtversicherung kostet wenige Euro im Jahr und schützt im Ernstfall Ihre Existenz.

Impfschutz:
Zur Kursteilnahme ist eine gültige Tollwutimpfung notwendig, um die Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier auszuschließen. Bitte weisen Sie diesen Impfschutz vor Kursbeginn im dem Impfausweis des Tieren nach.

Hundeführerausrüstung:
Wir üben bei Wind und Wetter, bitte achten Sie auf zweckmäßige, wetterfeste Kleidung und Schuhe. Bringen Sie auch Schuhe zum Wechseln mit, um das Vereinsheim sauber zu halten.

Kommandos
Es ist sinnvoll, dass den Kommandos immer der Name des Hundes vorangestellt wird.
Die persönliche Anrede macht dem Hund klar, dass ausschließlich er gemeint ist (z.B. „Motte, komm!“).
Alle Kommandos müssen mit ruhiger und leiser Stimme, empfehlenswert mit Handzeichen, gegeben werden – nehmen Sie mit Ihrem Hund hierzu möglichst Blickkontakt auf.
Nur klare und kurze Kommandos bei absoluter Konsequenz führen zum Erfolg.
Die Kommandos müssen von allen Familienmitgliedern (dem Rudel) exakt eingehalten werden.
Beachten Sie, dass unsere Hunde uns nicht verstehen können, sie verknüpfen die Worte nur mit einer bestimmten Handlung.
Wenn beispielweise das Kommando „Ablegen“ gegeben wurde, dann lösen Sie dieses Kommando wieder mit einem anderen Kommando zum Beispiel „Komm“ auf.
Lassen Sie sich folgende Kommandos ein Beispiel sein, sie können beliebig verändert und erweitert werden:
„Sitz“
Auf die Körperhaltung achten, der Hund muss bis zum nächsten Kommando sitzen bleiben.
„Fuß“
Der Hund muss stets am linken Fuß sein und läuft bei lockerer Leine.
„Platz/Ablegen“
Der Hund liegt Platz mit erhobenem Kopf.
„Steh“
Der Hund steht in aufrechter, stolzer Haltung.
„Hier/Komm“
Hereinkommen des Hundes in jeder Situation.
Das sichere kommen des Hundes ist eine unabdingbare Gehorsamsvoraussetzung. „Kommen“ muss für Ihren Hund ein Leben lang eine positive Verknüpfung haben. Loben Sie Ihren Hund immer, wenn er sauber hereinkommt!
„Bleib“
Folgekommando von Sitz, Platz und Steh. Der Hund bleibt bis er wieder abgeholt wird.
„Voran“
Der Hund darf sich frei ohne Kontrolle bewegen.
„Hopp“
Kommando zum Überspringen eines Hindernisses.
„Halt/Down“
Stoppen des Hundes aus der Bewegung, der Kopf liegt zwischen den Vorderläufen. Ihr Hund muss im Lauf sofort zu stoppen sein. Es ist die höchste Form der Unterordnung und rettet vielleicht einmal Ihrem Hund das Leben!
„Pfui/Nein“
Totales Verbot aller Handlungen, bei Bedarf mit lauter Stimme.
„Brav“
Loben des Hundes mit Worten und Streicheleinheiten.

Beachtenswertes für jeden Hundehalter
Ihr Hund ist ein soziales Lebewesen, das darauf angewiesen ist, im engen Bereich seiner Familie zu leben.
Ihr Hund ist ein Lauftier. Er muss entsprechende Bewegungsmöglichkeiten haben.
Ihr Hund ist ein Beutegreifer. Deshalb müssen Sie ihn entsprechend erziehen, damit er nicht Jogger, Radfahrer, laufende Kinder, Vieh und Vögel verfolgt.
Ihr Hund muss eine Aufgabe haben. Bieten Sie ihm Gelegenheit durch Sport mit dem Hund, Agility oder der Begleithundeausbildung etc. etwas zu tun an.

Bei allen Aktivitäten mit unseren Vierbeinern gilt der Grundsatz:
Äußerste Ruhe und unendliche Geduld bei allen Arbeiten mit dem Hund!
Wir betreiben keine Hundeabrichtung, sondern wir erziehen unsere Hunde mit Liebe und Konsequenz.
Allerdings gibt es in der Hundeerziehung keine antiautoritäre Erziehung!
Unsere Hunde dürfen immer nur das tun, was uns angenehm ist, und er hat alles zu unterlassen was uns unangenehm oder schädlich ist.

Ausrüstung

  • Führerleine oder eine 1-Meter-Leine (Flexi-Leinen sind absolut ungeeignet!)
  • Lederhalsband
  • Feldleine ( ca. 10 – 20 m ) (eine große Hilfe bei den ersten Übungen zum „ablegen“ oder bei angeleinten Übungen
  • Decke oder Dackel-Rucksack (sinnvoll beim ablegen des Hundes – der Gegenstand wird dann auch entsprechend beim Hund geprägt)
  • Erdanker ( sinnvoll beim Üben des „Ablegens“)
  • Signalhalsung (Für alle unangeleinten Übungen im Gelände unabdingbar! Beschriften Sie diese Halsung immer mit Ihrem Namen und Ihrer Mobilnummer, ggf. Adresse)
  • Belohnungen: Belohnen Sie Ihren Hund bei gut ausgeführten Übungen mit etwas, was er abgöttisch liebt. Bitte achten Sie auf die Gesundheit der Tiere! Es sollte ein besonderes Leckerli sein, was es nur bei den Übungseinheiten gibt, also nicht das herkömmliche Futter des Tieres.
  • evtl. Hundepfeife: Kommandos können auch mit einer Hundepfeife antrainiert werden, beachten Sie jedoch, dass Sie diese dann immer bei der Arbeit bzw. dem Umgang mit dem Hund bei sich tragen müssen.

Ansprechpartner: Götz Mrziglod, Obmann für BHP und nicht jagdliche Prüfungen